01.02.2011, 22:59 Uhr
Wahlkampfaktionismus der SPD zu Bahnhof Hailer-Meerholz nicht zielführend
Bürgermeister Stolz hätte längst handeln müssen
Die Gelnhäuser CDU-Ortsverbände Hailer und Meerholz haben mit großer Verwunderung auf die jüngste Wahlkampf-Aktion der SPD zum Bahnhof Hailer-Meerholz reagiert und halten die Unterschriftensammlung für bestenfalls gut gemeint, aber nicht zielführend.

„Der inakzeptable Zustand, in dem sich der Bahnhof Hailer-Meerholz befindet, ist nicht erst in den letzten Wochen entstanden, hier hat sich ganz klar ein jahrelanger Prozess des Verfalls ausgewirkt. Auch die Parkplatzsituation mit unbefestigten, nur sehr schlecht bis überhaupt nicht ausgeleuchteten Stellplätzen ist keine neue Entwicklung, sondern existiert seit Jahren.  Die bestehende Situation ist insbesondere dadurch entstanden, dass Bürgermeister Stolz die Zustände des Bahnhofs und dessen Umfelds in Hailer offensichtlich jahrelang vernachlässigt und ignoriert hat.“, erklärten der Spitzenkandidat der CDU zur Ortsbeiratswahl in Hailer und stellv. CDU-Ortsverbandsvorsitzende, Dr. Jörg Lehnert und die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Meerholz, Elfriede Günther.

Vor diesem Hintergrund lasse das Wahlkampfmanöver der SPD in Hailer und Meerholz keinen anderen Schluss zu, als dass die Sozialdemokraten ihrem eigenen Bürgermeister nicht zutrauen, hier endlich zu positiven Ergebnissen zu kommen und etwas zu bewegen. Es sei vielmehr ein Ausdruck von Hilflosigkeit und eine Art politische Bankrotterklärung. Schließlich sei es die ureigenste
Aufgabe des Bürgermeisters, sich für die Belange der Bürgerschaft einzusetzen, der er auch in diesem Punkt nicht nachkomme.

„Es bringt herzlich wenig, jetzt bereits jahrelang bestehende Missstände im Zuge des Wahlkampfs zu bejammern. Neben den unbestreitbar vorhandenen Versäumnissen seitens der Bahn sind aber auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) als Besteller der Verkehrsleistungen bei der Deutschen Bahn und der Verkehrsdezernent des Main-Kinzig-Kreises, Dr. André Kavai (SPD) in die Pflicht zu nehmen. Warum lässt sich der RMV  als Besteller der Regionalbahnen, die den Bahnhof Hailer-Meerholz anfahren und deren Fahrgäste die Verkehrsstation nutzen, derartige Verhältnisse jahrelang bieten? Dr. Kavai ist immerhin stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats des RMV – warum wurde hier noch nicht gegengesteuert? Oder sind die Zustände der Bahnhofsanlagen beim RMV nicht bekannt? Hier liegt ein ganz klares Versagen nicht nur der Bahn, sondern auch seitens der Stadt Gelnhausen, des RMV und des Kreisverkehrsdezernenten Dr. Kavai vor. Diese über einen langen Zeitraum entstandenen Missstände hätten in dieser Form nicht eintreten dürfen und müssen, wenn man sich des Themas rechtzeitig und ernsthaft angenommen hätte.“, betonten Dr. Lehnert und Günther.

Auffällig sei auch, dass die SPD die Frage nach der Verursachung der monierten Verschmutzungen ausklammere, denn Uringestank, Schmierereien und Vandalismus entstünden nicht von alleine, sondern durch das Fehlverhalten einzelner Personen, die so die Allgemeinheit schädigten. Auch dieser Aspekt müsse berücksichtigt werden, denn jede Renovierungs- oder Umbaumaßnahme mache dann keinen Sinn, wenn die Investitionen binnen kurzer Zeit durch mutwillige Beschädigungen wieder zunichte gemacht würden.

Es zeige sich nach Ansicht der beiden CDU-Kommunalpolitiker auch am Beispiel des Bahnhofes Hailer-Meerholz, dass eine gesamthafte ÖPNV-Konzeption für Gelnhausen dringend notwendig sei und hier erhebliche Versäumnisse seitens der Stadtverwaltung bestünden.

Der Bahnhof Hailer-Meerholz und sein Umfeld könnten nur durch ein schlüssiges und durchdachtes Konzept verbessert werden, das alle Aspekte berücksichtige. Es greife deutlich zu kurz, so wie die SPD nur kosmetische Korrekturen zu fordern. Die Befestigung der jetzt genutzten Parkplätze sowie die Installation einer ausreichenden Beleuchtung der Parkflächen sei am stark frequentierten Bahnhof Hailer-Meerholz dringend notwendig, ebenso ein Totalumbau der Bahnsteiganlagen, der Unterführung sowie des Zugangs zur Unterführung und zum Hausbahnsteig an Gleis 1.  Zahlreiche andere Kommunen hätten gezeigt, wie man durch kontinuierliches und ergebnisorientiertes Engagement zu Ergebnissen komme. Schließlich gebe es verschiedene Fördertöpfe, aus denen z.B. solche Parkplatzanlagen in Verbindung mit einem gesamthaften Bahnhofskonzept bezuschusst werden könnten.

„Die CDU-Ortsverbände Hailer und Meerholz fordern daher Bürgermeister Stolz auf, endlich ein schlüssiges Konzept zur Umgestaltung des Bahnhofsareals in Hailer vorzulegen, das in jedem Fall u.a. die Neugestaltung von befestigten Parkplätzen für PKW sowie von Abstellmöglichkeiten für Motorräder und Fahrräder inkl. einer ausreichenden Beleuchtung beinhalten muss. Eine solche Konzeption ist zwingend notwendig, um von der Bahn und den anderen Institutionen überhaupt ernst genommen zu werden. Es ist ein erklärtes Ziel der CDU, dies in der kommenden Wahlperiode der Stadtverordnetenversammlung voranzutreiben und Bürgermeister Stolz  notfalls per Parlamentsbeschluss dazu zu bringen, sich endlich ernsthaft darum zu kümmern. Schaufenster-Aktionen im Wahlkampf helfen nur sehr begrenzt bis überhaupt nicht weiter - hier sind ein langer Atem und kontinuierliches Handeln notwendig. Darauf haben unsere Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch.“, erklärten Dr. Lehnert und Günther.

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