11.05.2007, 18:16 Uhr
 
Bollwerk an der Kinzig am südlichen Ende der Burg geplant
Jörg Lotz erläuterte aktuelle Projekte zum Hochwasserschutz - Gespräche mit Anliegern
Die Mitglieder des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Herms (FDP) und die des Bauausschusses mit der Vorsitzenden Sigrun Weigand (SPD) informierten sich am Mittwoch in der Stadthalle über den derzeitigen Planungsstand beim Hochwasserschutz. Jörg Lotz vom gleichnamigen Wächtersbacher Planungsbüro erläuterte den Stand der Dinge mit Planskizzen und einer Power-Point-Präsentation. Ausgangspunkt der Überlegungen sei das Jahrhunderthochwasser vom 3. Januar 2003 gewesen - und immerhin habe es in den vergangenen 100 Jahren hier gleich vier Mal Ereignisse solcher Intensität gegeben. Mit dem zunehmenden Klimawandel sei aber in ansteigendem Maß mit einer Zunahme extremer Wetterlagen zu rechnen, ja sogar mit einer Verstärkung. Mit den erarbeiteten Vorschlägen könne gegenüber dem jüngsten Hochwasser sogar ein Plus von 40 Prozent unbeschadet überstanden werden, prognostizierte Lotz.
Nötige Maßnahmen ergaben sich für die Deiche am Schandelbach, am Seegrasen und am Südufer der Müllerwiese. Hier sollen Sanierungs- und Stabilisierungsmaßnahmen durchgeführt und ein gleichmäßiges Schutzniveau geschaffen werden sowie ein Bollwerk entlang des südlichen Endes der Burg (nördliches Kinzigufer). Durch eine Verbreiterung der Kinzig mit abgeflachtem Ufer soll an der Müllerwiese zusätzlich der Abfluss optimiert werden. Dem gleichen Zweck sollen weitere Maßnahmen dieser Art Richtung Westen dienen. Vom Parkplatz am Schifftor bis hinter die Westtangente sollen ebenfalls solche Veränderungen durchgeführt werden, die gleichzeitig durch den Abtrag von Erdreich als Flutmulden die Überschwemmungsgefahr verringern können. Die Höchststände könnten so bis zu 40 Zentimeter verringert werden. Für weitere neuralgische Punkte wurde der zusätzliche Einsatz mobiler Schutzsysteme erarbeitet. Bauamtsleiter Günther Kauder sagte, dass der Hochwasserschutz bereits weiter oben am Flusslauf und auch an den Zuflüssen beginne. Da seien der Kreis und das Land bereits in übergeordnete Planungen eingebunden und die Abstimmungen seien im Gange. Für Gelnhausen als einer Engstelle im Kinzigtal gelte es, mit den vorgestellten Maßnahmen eine Optimierung in die Wege zu leiten. So könne schneller mehr Wasser abfließen. Gespräche mit Anliegern und Eigentümern seien schon geführt und die Planungen ans Wasserwirtschaftsamt zur Genehmigung eingereicht worden. Im den Haushalt seien bereits 500000 Euro für den Hochwasserschutz eingestellt.
GT. (se)
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