Zwei Wahlen veränderten 2006 das politische Gefüge

Kommunalwahl und Bürgermeisterwahl veränderten in 2006 das politische Gefüge in der Stadt Gelnhausen grundlegend. Nach der Kommunalwahl im März schmiedeten die bisherigen Oppositionsparteien SPD, Bürger für Gelnhausen (BG) und FDP ein Mehrheitsbündnis und schickten die CDU nach Jahrzehnten in die Opposition. Bei der Bürgermeisterwahl im November siegte mit Thorsten Stolz ein SPD-Mann. Sein CDU-Vorgänger Jürgen Michaelis scheidet im April 2007 nach 30 Jahren im Amt aus.
Bei der Kommunalwahl blieb die CDU mit 41,5 Prozent und 16 Mandaten stärkste Kraft in der 37 Sitze umfassenden Stadtverordnetenversammlung. Sie verlor allerdings als einzige Partei im Vergleich zur Kommunalwahl 2001, nämlich 3,1 Prozent. Die SPD legte hingegen um 3,5 Prozent auf 33,2 Prozent (12 Sitze), die BG um 1,5 auf 14,1 Prozent (5 Sitze) und die FDP um 3,4 Prozent auf 6,1 Prozent (2 Sitze) zu. Die Linke trat erstmals an und holte auf Anhieb 5,0 Prozent (2 Sitze).
Bei der Bürgermeisterwahl im November trat CDU-Amtsinhaber Jürgen Michaelis nicht mehr an. In der Stichwahl setzte sich SPD-Kandidat Thorsten Stolz mit 62,3 Prozent der Stimmen gegen seinen CDU-Konkurrenten Thilo Allwardt durch, der 37,7 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt. Im Ersten Wahlgang hatten Stolz und Allwardt fünf weitere Kandidaten hinter sich gelassen.
Alex Schopbach, GT.

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