21.05.2007, 07:00 Uhr
 
Kostbare Grafik als Geschenk für 45 Jahre Verschwisterung
Gelnhausen feiert mit Clamecy - Stolz: "Lang lebe Deutschland, Frankreich und Europa"
Mit rund 200 Besuchern wurde das 45-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Gelnhausen und Clamecy in der Stadthalle gefeiert. Gute Laune, Musik, Gesang, der Austausch von Präsenten und natürlich Ansprachen und Ehrungen standen im Mittelpunkt dieses Jubiläums. Gelnhausens Bürgermeister Thorsten Stolz resümierte unter riesigem Applaus: "Lang lebe die Städtepartnerschaft zwischen Clamecy und Gelnhausen! Lang lebe Frankreich, Deutschland und Europa!" Die Freundschaft sei unter anderem ein Beispiel dafür, "wie mit beharrlicher Entschlossenheit die historischen, kulturellen und menschlichen Gemeinsamkeiten in Europa gefördert und alte Vorurteile endgültig widerlegt werden können." Es gelte jetzt mit Stolz zurückzublicken, tatkräftig weiterzuarbeiten, Bewährtes zu erhalten und Neues zu gestalten.
Den Bürgermeistern Dr. Barbier und Dr. Kloz galt der rückblickende Dank, denn sie hätten 1962 den Mut zu Visionen gehabt, als beide Länder noch unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs litten: Die Verschwisterung zwischen Gelnhausen und Clamecy habe dazu beigetragen, Nationen zu verbinden, Völker zu vereinen und Menschen zueinander finden lassen. Clamecys Vizebürgermeisterin Martine Chamoin trug einen Text von Bürgermeister Bernard Bardin mit ähnlichem Tenor vor. Es gelte nun, aus der Reife heraus die Anstrengungen "mit sicherer und weiser Hand fort zuführen." Ähnlich positive Resümees zogen die Vorsitzenden der Verschwisterungskomitees, Karlheinz Altvater und Francoise Wittmer, in ihren Zusammenfassungen.
Mit einer speziellen Münzprägung zum Mittelpunkt Europas und einer Urkunde zeichnete Bürgermeister Thorsten Stolz Francoise Wittmer sowie Anne Marie Cabarat, Mario Petit und Herbert Schramm aus. Wittmer erhielt die Ehrung für ihre langjährigen Verdienste bei der Aufrechterhaltung der Verschwisterung, Cabarat und Schramm für die lebendigen Anregungen zum Austausch zwischen den Gymnasien, und Feuerwehrkommandant Petit für die Etablierung der besonderen Freundschaften zwischen den Wehren.
Von der französischen Abordnung gab es im Gegenzug ein keramisches Ziergefäß als Geschenk für Karlheinz Altvater, den Vorsitzenden des hiesigen Partnerschaftskomitees, sowie als Gastgeschenk für die Stadt eine Serigrafie (Sieb-Seidendruck), die nur in 100 Exemplaren auf dem Markt ist. Jacques Villeglé schuf das Werk nach einem Filmplakat mit dem Titel "Verbrechen zahlt sich nicht aus".
Die Stadt Gelnhausen überreichte aus aktuellem Anlass eine Fahne, die sie als derzeitigen Mittelpunkt der EU ausweist. In vielen Ansprachen wurden außerdem die besonderen Verdienste von Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger Jürgen Michaelis gewürdigt, der nach einem Urlaub an der Feier gut gelaunt teilnahm.
Verbindende Lieder Zum abwechslungsreichen Verlauf trugen viele bei: Der Musikverein Höchst unter der Leitung von Mathias Kühnel gestaltete einen anregenden Auftakt und ließ den Abend ebenso ausklingen. Dazwischen begeisterte Elena Agnetelli, zum vierten Mal amtierende Europameisterin im Gardetanz, mit einem temperamentvollen Auftritt und die "Gellhäuser Spielleut" präsentierten immer wieder verbindende Lieder aus Europa. Zudem bot der Gemischte Chor des Gesangvereins "Sängerlust" Roth stimmungsvolle Einlagen unter der Leitung von Carsten Altvater, dem Sohn von Karlheinz Altvater. Maryline Lenhard begleitete die Gäste als Moderatorin durch das Programm. Die Synchronübersetzungen lieferten Claudine Lindemann und Herbert Schramm.
GT (se).

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